Männerchor Au Berneck

Freude am Leben

 
 

Musikgeschichte - Wein - Grilladen

Au Berneck: Ende Juni gönnten sich Dirigent Mihai Alexa und seine Sänger vom Männerchor Au Berneck einen erlebnisreichen Tagesausflug mit begeisternder Musikgeschichte, einem Stück Thurgauer Weinwanderweg und köstlichen Grilladen.

Morgendlich frohgelaunte Begrüssung von 22 Sängern an den beiden Einstiegsorten Berneck und Au. Mit dem Car auf schnellstem Weg über die Autobahn mit Ziel Sonnental in Niederbüren wo das Europa- wenn nicht Weltweit einzigartige Rock-Pop-Museum beheimatet ist. Kurz davor ein kurzer Zwischenhalt im Golfpark Waldkirch zu Kafi und Gipfeli.

 Museumsgründer Tschiibii (alias Roland Grossenbacher) und seine charmante Frau Uschy hiessen uns im Anschluss an unseren ersten spontanen Liedvortrag ganz herzlich willkommen. Vorbei ging’s an zwei lebensgrossen, fröhlich echten Nachbildungen der Blues Brothers um im ersten Raum umgeben von unzähligen Awards, Unterschriften, Bildern, gepressten Platten und vielem mehr Platz zu nehmen. Tschiibii, Sammler und absolut profunder Kenner von rund 80 Jahren Musikgeschichte zog uns von der ersten Sekunde seiner Ausführungen voll in seinen Bann. Tschiibii legt grossen Wert darauf, dass er sich nicht auf einen grossen Künstler oder eine Gruppe fokussiert sondern die ganze Entwicklung der populären Musik, beginnend anfangs des 20. Jahrhunderts mit W.C. Handy, dem "Father of the Blues", bis weit in die 80er- & 90er-Jahre zu Michael Jackson, U2, Prince, Lady Gaga etc. dokumentiert. Wir erfuhren von den genialen Sounds vor allem der schwarzen Bevölkerung Amerikas und wie die in der Regel mausarm untergingen weil die Weissen es kopierten und das grosse Geld machten. Und so sei es noch heute. Anders die Engländer. Die hatten keine rassistischen Berührungsängste sondern arbeiteten gerne und mit grossem Erfolg mit den Andersfarbigen zusammen.


 
Mehr wie drei Stunden lauschten wir gespannt den Ausführungen, immer wieder untermalt von audiovisuellen Acts welche in uns sehr gerne und oft Erinnerungen an unsere Zeit der jugendlichen Rebellion oder der ersten Liebesbeziehungen wach riefen. Einfach unglaublich und empfehlenswert, dieses grandiose Museum. Dazwischen wurden wir von einem Apéro riche liebevoll von Uschy und in reichlicher Menge zubereitet, verwöhnt. Es ersetzte uns locker ein Mittagessen!

Selbstverständlich verabschiedeten wir uns im akustisch perfekt klingenden Treppenhaus mit einem schönen Lied von unseren Gastgebern und nahmen Tschiibii das Versprechen ab, dass auch er uns einen Platz in seinem Museum gönnt, aber erst wenn wir zumindest eine „Goldene“ geschafft hätten. Nun denn, wir arbeiten dran.

In lockerer Stimmung, schliesslich hatten wir ausreichend Apéro genossen, entliess uns Chauffeur Kurt in Boltshausen, am Fusse des Ottobergs bei Weinfelden. Eine kleine, aber genüssliche Wanderung entlang eines Teils des Weinfelder Weinwanderweges führte uns zum Weingut Benno Forster am Ottoberg. Sicher nicht direttissima, denn auf dem Weg gibt es zwei Weinsafes bei welchen man mit einem besonders gelösten Code Köstlichkeiten der Thurgauer Winzer geniessen und selbstverständlich, auch spontan für uns ein Lied singen kann.

Benno Forster berichtete Interessantes über seinen abwechslungsreichen Beruf, präsentierte uns einen Ausschnitt seines Schaffens mit welchem wir als Barden uns immer wieder gerne ein freundschaftliches Prost zuriefen. Ganz besonders interessant und vielschichtig aromatisch die für uns unbekannte weisse Trabensorte Solaris. Es handelt sich um eine sogenannte neue PIWI-Sorte (Pilzwiderstandsfähig) welche Benno seit 25 Jahren als erster Winzer anbaut und noch nie auch nur ansatzweise gespritzt hat. Mehr Bio geht nicht. Bei Eingeklemmtem am Meter genossen wie die Weinvielfalt welche auch gesanglich zünftig begleitet wurde.

 ztags dem Regen immer wieder entkommen verliessen wir bestens gelaunt ein empfehlenswertes Weingut und begaben uns direkt nach Berneck zur Buschenschenke im Klumpentorkel. Da warteten ungeduldig weitere 5 Sängerkameraden auf uns welche leider auf die vorherigen Programmpunkte verzichten mussten. Doch wenigstens konnten wir bei leckeren, grossartigen Grilladen und guten Weinen doch alle gemeinsam einen urgemütlichen Vereins-Abend verbringen. Der umtriebige Wirt Cem Utas hat mit seinem Team alles gemacht, dass wir uns rundum wohlfühlen durften.

Es war ein äusserst abwechslungsreicher Ausflugstag welcher unser Sängerfreund Charles Martignoni für uns alle zusammengestellt hat. Manch einer hat sich vorgenommen, den einen oder anderen Punkt in seinem eigenen Umfeld umzusetzen. Insbesondere das Rock-Pop-Museum in Niederbüren. Weitere Informationen dazu gibt es im Internet. Es fühlt sich für jeden sehr gut an, zusammen einige fröhlich freundschaftliche Stunden zu verbringen. Das bietet in der Form eben ein aktiver Verein bei welchem es lohnt, mit dabei zu sein. Auch du bist willkommen.